Sonntag, 22. Oktober 2017
Notruf: 112

27. Pferderettung Fischbach

Datum: Samstag, 24.05.2014
Alarmzeit: 14:00 Uhr
Einsatzdauer: 04h 00min
Einsatzkräfte: 15
Fahrzeuge: Kdow-Wehrleiter, RW, DLK 18/12, Kdow, MZF 3
Sonstige: TLF 16/25 Fischbach, MTF-L Fischbach, TSF-W Schönau, RTW Bundenthal, Tierarzt

Mit dem Stichwort "Pferd eingebrochen" wurden am Samstag um 14 Uhr die die Feuerwehren Fischbach und Dahn von der Integrierten Rettungsleitstelle Südpfalz alarmiert. Zwei Reiterinnen hatten ihre Pferde über den Steg eines Stauwehrs am Sauerbach südlich von Fischbach führen wollen. Dabei war eines der Tiere neben den Steg getreten und in Panik geraten. Es kam vom Steg ab und stürzte so unglücklich, dass es mit dem rechten Vorderbein zwischen die hölzernen Staubretter und dem betonierten Steg geriet. Das Hinterbein hing über die Staubretter. Weder aus eigener Kraft noch mit Hilfe der beiden Reiterinnen konnte sich das Pferd befreien. Ein Tierarzt war von den Reiterinnen informiert und befand sich bereits auf Anfahrt.
Beim Eintreffen der Feuerwehr Fischbach hatte sich das Pferd infolge seiner panischen Befreiungsversuche eine schwere Arterienverletzung an der Innenseite des rechten Oberschenkels zugezogen. Eine schnelle Rettung des Tieres war unumgänglich, da es zu verbluten drohte. Allerdings ging von den fortwährenden Panikattacken dies Tieres, insbesondere von den Hufen und dem Kopf, eine erhebliche Gefahr für die Einsatzkräfte aus. Zudem bestand die Gefahr, dass dass Tier sich dadurch noch mehr verletzt beziehungsweise mit dem Körper komplett in den Bach abrutscht.
Feuerwehrleute unterstützten die völlig entkräftete Reiterin bei der Fixierung des Pferdekopfs, um weitere Panikattacken zu minimieren. Mit B- und C-Schläuchen wurde das Tier am Aufbau des Wehres gesichert; parallel dazu lösten weitere Einsatzkräfte im hüfthohen Wasser die Staubretter von den Zahnstangen des Hebewerks, um mehr Platz zu schaffen. Auf der anderen Seite des Wehres wurde mit Bohlen und Rüstholz der Steg verbreitert und gesichert, so dass das Tier mit zwei Beinen wieder Tritt fassen konnte. Das gesamte Material musste dabei über eine Wegstrecke von rund 200 Metern durch morastiges und teilweise knöchelhoch überflutetes Wiesengelände zur Einsatzstelle getragen werden, weswegen zur personellen Unterstützung die Feuerwehr Schönau nachgefordert wurde.
Nachdem der Tierarzt eingetroffen war und das Pferd medikamentös beruhigt und schmerzfrei gemacht hatte, gelang es, Bandschlingen um das verletzte Pferd zu legen, die Beine zu befreien und es mittels Greifzug auf den Steg zu ziehen. Dort erlag das Tier dann aber seinen Verletzungen.
Die Feuerwehr unterstützte anschließend eine örtliche Firma bei der Bergung des Tierkadavers aus dem unwegsamen Gelände.
Bei diesem Einsatz bestand der erst am Wochenende zuvor offiziell übergebene neue Rüstwagen (RW) seine Feuertaufe. Große Teile der Beladung (Werkzeugsatz Metall, Motorkettensäge, Kanthölzer und Bohlen, Bandschlingen, Schäkel, Greifzug, Wathosen, Bauklemmen, usw.) waren im Einsatz. Als glücklicher Umstand erwies sich außerdem, dass Teile der Beladung des alten RW 2 noch vorhanden waren, so dass mit dem MZF 3 weitere Kanthölzer und Bohlen nachgeführt werden konnten.

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Kontakt

Freiwillige Feuerwehr Dahn
An der Feuerwache 1
66994 Dahn

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